Wermut

Früher war der Wermut in Valencia eine Möglichkeit, Weine mit niedrigem Alkoholgehalt und weniger überzeugenden organoleptischen Eigenschaften aufzuwerten. Um diese „schwachen“ Weine zu verbessern, wurden sie mit Kräutern mazeriert und mit Wermutkraut sowie anderen süßen und bitteren Zutaten verfeinert.

Durch dieses Verfahren gelang es, den Wein in ein süßes, aromatisches und leicht bitteres Getränk zu verwandeln, das mit Weinalkohol aufgespritet wurde. Doch eines schönen Tages stellten wir uns eine Frage:

Wenn aus einem schwachen Wein ein guter Wermut entsteht, was entsteht dann aus einem guten Wein?

Auf Basis eines unserer besten reinsortigen Weine – ein im Fass vergorener Malvasía – begannen wir den Weg zur Kreation unseres Wermuts.

Im Innenhof unserer Bodega steht ein sehr alter Holunderbaum. Man sagt, der Holunder sei der Baum, in dem die guten Feen wohnen, und sein Holz wird für die Bogenherstellung sehr geschätzt. Nachdem wir bereits mit mäßigem Erfolg versucht hatten, seine Beeren zu vergären, entdeckten wir, dass seine Blüten, seine Rinde und seine Wurzeln einen ganz besonderen Duft verströmten.

Die Düfte des Holunders, zusammen mit über 40 Botanicals aus der Sierra Mariola, fanden ihren Weg in das Malvasía-Fass. Es war uns gelungen, einen großartigen Wermut zu erschaffen.

UND SO WURDE DER WERMUT „SAÜC“ GEBOREN.

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